Tretroller als urbane Fortbewegungsmittel nehmen Fahrt auf – Footbikes

Was aussieht wie eine Mischung aus Fahrrad und Roller ist ein Footbike. Diese großen Tretroller werden überwiegend von Erwachsenen bewegt. Sie sind so praktisch und wendig zu fahren, dass sie sich mittlerweile im Bankenviertel Frankfurts wohlfühlen, aber auch im Berliner Großstadtdschungel zurechtfinden. Ob nun der Geschäftsmann im Anzug oder die Hausfrau beim Einkauf, Footbikes scheinen sich auf einer breiten Ebene immer weiter zu verbreiten.

Unterschiede zu Cityrollern

Ein Cityroller oder Scooter genannt, ist deutlich kleiner und die Räder sind aus gehärtetem Gummi. Die Bremse ist ausschließlich am Hinterrad und über ein Pedal zu erreichen.

Das Footbike besitzt Fahrradreifen. Das Vorderrad hat meist einen Umfang von 20 Zoll und das Hinterrad circa zwölf Zoll. Durch die unterschiedlichen Reifengrößen von Vorderrad zu Hinterrad erhält der Roller eine gewisse Wendigkeit. Mithilfe der größeren Reifen meistert es Untergründe wie Schlamm, Sand und Schnee, bei denen der gewöhnliche Roller nicht fahrbar ist. Selbst ein Untergrund mit Kopfsteinpflastern ist besser befahrbar.

Des Weiteren besitzt der Tretroller gewöhnliche Fahrradbremsen, die für ein schnelles Abbremsen sorgen. Das Trittbrett ist je nach Modell aus Holz, Bambus oder in den meisten Fällen aus Metall mit einer rutschfesten Oberfläche überzogen, was auch für Fahrten bei Nässe einen besseren Halt verspricht. Des Weiteren sind Ständer, eine Klingel und weitere Accessoires je nach Modell verfügbar.

Der Preis

Der Preis eines Tretrollers ist vom Modell abhängig. Ein Sportgerät kostet bis zu 2000 Euro, ein Einsteigermodell ist ab 400 Euro erhältlich und kostet damit so viel wie ein günstiges Fahrrad. Je teurer der Tretroller, desto hochwertiger sind die verbauten Teile in der Regel.

Das Fahrverhalten

Das Fahren ist simpel: wie bei kleinen Cityrollern, das Standbein auf die Ablagefläche stellen und mit dem Schwungbein treten. Beim Treten, ausschließlich die Fußspitze absetzen. Durch ein normales Abrollen wie beim Joggen, würde der Fahrer langsamer werden. Nach ein paar Stößen die Beine wechseln, damit kein Ungleichgewicht von Standbein zu Schwungbein entsteht.

Durch den tieferen Schwerpunkt als bei einem Fahrrad lernt der Fahrer das Fahren schnell und fühlt sich sicherer.

E-Footbike

Wie bei Fahrrädern geht der Trend in Richtung E-Mobilität. Tretrollerhersteller bieten Modelle mit einem Elektroantrieb an. Diese verfügen teilweise über eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern und unterstützen den Fahrer beim Treten.

Vorteile

Das Fahren mit einem Tretroller ist gesund. In vielen Bürojobs entwickeln Menschen eine „Geierhaltung“, die schädlich für den Rücken ist. Durch das Fahren trainiert der Fahrer mehrere Muskeln an Beinen sowie Oberkörper und richtet sich auf, um einer falschen Haltung entgegenzuwirken.

Der Roller ist wartungsärmer als ein Fahrrad. Durch die fehlenden Ketten, Pedale oder Zahnräder, entsteht höchstens ein platter Reifen. Geübte Tretrollerfahrer haben diesen schnell gewechselt. Auch die Bremsanlage ist weitaus leichter zu reparieren.
Nachteile

Die aufrechte Position des Fahrers ist für manche Personen bei längeren Strecken anstrengend. Die Kraftübertragung durch die größeren Reifen erleichtert zwar die Fahrt, aber bei längeren Strecken kann diese Körperhaltung auch als ermüdend empfunden werden.

Ein weiterer Nachteil ist die meist fehlende Federung. Selbst bei aufgepumpten Reifen ist die Fahrt über Kopfsteinpflaster oder kleinere Schlaglöcher aufgrund einer fehlenden Federung kein Vergnügen.

Das Footbike ist eine tolle Alternative zum Radfahren. Das Fahrverhalten eines Tretrollers ist schnell auch für Ungeübte erlernt. Für Personen, die in der Stadt leben und kurze Strecken für kleine Erledigungen tätigen möchten, stellen diese Gefährte eine gute Alternative dar.

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