Versicherungspflicht

Was bedeutet Versicherungspflicht?

Die Versicherungspflicht gemäß Definition bezieht sich auf die Pflicht, eine Versicherung abzuschließen. Sie trifft nicht auf jede Art der Versicherungspolice zu, doch in einigen Bereichen ist sie unverzichtbar. Dazu gehört beispielsweise deine Sozial- und Rentenversicherung – aber auch die Kfz-Haftpflichtversicherung.

Das ebenfalls eine Kfz Versicherungspflicht besteht, liegt unter anderem an den immensen Kosten, die ein Verkehrsunfall mit sich bringen kann. Deshalb ist das Fahren ohne Versicherungsschutz für Fahrzeugeigentümer grundsätzlich nicht erlaubt.

Die Versicherungspflicht für dein Fahrzeug schützt dich und deinen Unfallgegner gleichermaßen im Schadensfall. Damit du dein Erstfahrzeug anmelden kannst, musst du unter anderem die elektronische Versicherungsbestätigung für die Pflicht-Versicherung vorlegen. Erleidest du anschließend einen Unfall, springt diese ein. Egal ob es ein selbstverschuldeter Unfall ist, ein Wildunfall, ein Hagelschaden oder ein wirtschaftlicher Totalschaden ist.

In diesen Bereichen gilt diese Pflicht ebenfalls

Für Fahrzeughalter besteht also eine Versicherungspflicht. Und zwar mit Fahrgestellnummer (Fahrzeugidentifikationsnummer) und EVB Nummer. Es gibt aber noch weitere Bereiche, die der Versicherungspflicht unterliegen:

  • Sozialversicherungspflicht
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung, beispielsweise für Hunde und Pferde.
  • Jagdhaftpflichtversicherung, falls du einen Jagdschein haben möchtest.
  • Pflichtversicherungen im Beruf sind für einige Berufsgruppen gleichermaßen notwendig.
  • Kranken- und Pflegeversicherung ist ebenfalls für alle in Deutschland ansässigen Menschen vorgeschrieben.
  • Rentenversicherung ist verpflichtend, sobald du eine Arbeit aufnimmst.

Versicherungspflicht fürs Kfz: Wo sie gilt und wie du sparst ✓

Versicherungspflicht bei der Kfz-Haftpflicht

Während bei der Kfz-Haftpflichtversicherung eine Versicherungspflicht besteht, musst du nicht unbedingt eine Kaskoversicherung abschließen. Dennoch bietet diese dir mit der Kfz-Teilkaskoversicherung oder Kfz-Vollkaskoversicherung verschiedene Vorteile. Dazu gehört beispielsweise, dass die Schadenfreiheitsklassen sich positiv auf deinen Jahresbeitrag auswirken.

Zudem schützen sie denjenigen, der als berechtigter Fahrer gilt. Denn im Gegensatz zur Haftpflicht kommt die Kasko für Schäden an deinem eigenen Auto auf. Außerdem besteht ein Auslandsschadenschutz im Speziellen; so bietet dieser Versicherungsschutz im Allgemeinen mehr Sicherheit.

Denn die Haftpflicht schützt nicht dich, sondern die anderen Teilnehmer am Straßenverkehr. Durch die Kasko sind üblicherweise der Elementarschaden, die Überführungskosten und der Wiederbeschaffungswert abgedeckt. Im Idealfall ist außerdem eine GAP-Deckung vorhanden, die dir beim Leasing zugutekommt. Das macht diese Kfz Versicherung auch beim Erstvertrag zu einer sinnvollen Ergänzung zur grundlegenden Versicherungspflicht.

Weitere Pflichten und Fristen beim Thema Kfz

Egal ob Autodiebstahl, Glasschaden oder Totalschaden: Es gibt viele Probleme, die mit dem eigenen Fahrzeug entstehen können. Falls du kein Zweitfahrzeug zur Hand hast, solltest du eine umfassende Versicherung abschließen. Sie kümmert sich nicht nur um die Sie kümmert sich nicht nur um die Behebung des Schadens, sobald die Hauptfälligkeit getilgt wurde. Sondern auch um ein Ersatzfahrzeug im Ernstfall. Deshalb solltest du dich neben der Versicherungspflicht und der Mallorca Police auch mit den folgenden Themen beschäftigen:

  • Kaskoversicherung: Sie hilft dir im Falle von unerwarteten Schäden weiter, wobei du lediglich für deine Selbstbeteiligung aufkommen musst. Mit einer ausreichend hohen Deckungssumme stellst du sicher, dass du in jedem Fall gut abgedeckt bist. Auch der Sturmschaden am Auto fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
  • Unfallversicherung: Eine Insassenunfallversicherung schützt selbst wenn eine abweichende Halterschaft besteht. Sie schützt deine Beifahrer und dich gleichermaßen.
  • Autoschutzbrief: Egal ob Pannenhilfe, Diebstahl oder Verletzungen – mit dem Autoschutzbrief bist du auf der sicheren Seite. Auf deine Hauptuntersuchung (HU) darfst du dennoch nicht verzichten.
  • Unfälle: Kommt es zum Unfall mit oder ohne Fahrerflucht, musst du den Schaden deiner Versicherung melden. Die Frist liegt bei einer Woche – besser ist es, direkt anzurufen. Ob du für die Reparatur eine Partnerwerkstatt aufsuchen musst, hängt von deiner Versicherung ab.
  • Versicherungswechsel: Möchtest du deine Versicherungsgesellschaft wechseln oder einen anderen Tarif nutzen? Dann musst du schriftlich kündigen. Der Stichtag ist üblicherweise der 30.11. jeden Jahres – bei uns kann man allerdings monatlich kündigen!

Übrigens: Eine wichtige Anlaufstelle bei einem Unfall im europäischen Ausland ist der Zentralruf der Autoversicherer. Sie ist auch bei einem komplexen Auffahrunfall eine helfende Hand. Das gilt natürlich auch für eine grob fahrlässig herbeigeführte Karambolage.

Versicherungspflicht und trotzdem sparen?

Bei der Versicherungspflicht zu sparen ist immer möglich. Denn die Höhe deines Beitrags hängt von den unterschiedlichen Tarifmerkmalen und der Typklasse deines Autos ab. Auch der Ort, wo dein Auto gemeldet ist spielt eine Rolle. Natürlich musst du für eine günstigere Regionalklasse nicht gleich umziehen. Durch umsichtiges Fahren vermeidest du beispielsweise Unfälle und erhältst in der Konsequenz eine bessere SF-Klasse. Dies sorgt für geringere Versicherungsbeiträge.

Noch mehr Wissenswertes zum Thema Autoversicherungen

  • Fahrerschutzversicherung
  • Doppelversicherung
  • Überführungskosten
  • Nachhaftung
  • Garagenrabatt in der Kfz Versicherung
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