Grünes Kennzeichen

Du hast du Möglichkeit, dich von der Kraftfahrzeugsteuer (auch: KraftStG) befreien zu lassen? Dann bekommst du in der Regel ein grünes Nummernschild. Welche Voraussetzungen du erfüllen musst, um ein grünes Kennzeichen zu beantragen, erfährst du hier.

Wann darf man ein grünes Kennzeichen führen?

Sofern du dein Fahrzeug zu einem bestimmten Zweck nutzt, kannst du es von der Steuer befreien lassen. Das gilt beispielsweise für landwirtschaftliche Fahrzeuge. diesem Fall bist du in der Regel auch dazu berechtigt, ein grünes Kennzeichen zu führen. Allerdings gibt es hierbei einige Ausnahmen und Besonderheiten.

Bedeutung des grünen Kennzeichens: Was bedeutet ein grünes Nummernschild?

Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle, was grüne Kennzeichen bedeuten? Kurz gesagt: Grüne Kennzeichen sind Nummernschilder für zweckgebundene Fahrzeuge wie Traktoren, Pferdeanhänger und Co., die zusätzlich von der Steuer befreit sind.

Diese Voraussetzungen gelten für ein grünes Kennzeichen

Grundsätzlich kann nahezu jedes Kraftfahrzeug ein Kfz-Kennzeichen in Grün erhalten. Wichtig ist lediglich, dass der Fahrzeughalter oder die Fahrzeughalterin bestimmte Kriterien hinsichtlich der Steuerbefreiung erfüllen. Das heißt, du darfst dein Fahrzeug, wie bereits erwähnt, nur für den jeweils zugelassenen Zweck verwenden. Hast du zum Beispiel ein grünes Kennzeichen für deinen Schausteller-Anhänger beantragt, um auf Volksfesten präsent zu sein, darfst du diesen nicht für private Angelegenheiten wie beispielsweise einen Umzug nutzen.

Zu den berechtigten Fahrern und Fahrerinnen eines zweckgebundenen Fahrzeuges mit grünem Kennzeichen zählen zum Beispiel Fahrer von

  • Schaustellerfahrzeugen
  • Baumaschinen
  • Kränen
  • Traktoren

sowie Vereine und eingetragene Hilfsorganisationen.

Hinweis: Bitte bedenke, dass die konkreten Voraussetzungen für ein grünes Nummernschild von Bundesland zu Bundesland variieren. Die Flächenbewirtschaftung muss bei landwirtschaftlich genutzten Fahrzeugen jedoch stets größer als zwei Hektar sein. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein Autokennzeichen in grün ist außerdem die Steuerbefreiung. Diese ist im §3 des Kraftfahrzeugsteuergesetz unter „Ausnahmen von der Besteuerung“ geregelt.

Diese Fahrzeuge bekommen kein grünes Kennzeichen

Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle steuerbefreiten Fahrzeuge das grüne Nummernschild erhalten. Ausgenommen sind unter anderem

  • Behördenfahrzeuge
  • Personalfahrzeuge von diplomatischen sowie konsularischen Vertretungen
  • Personenkraftwagen und Kraftomnibusse (Einsatz im Linienverkehr) mit acht oder neun Sitzplätzen und angebrachtem Anhänger
  • Kleinkrafträder und Leichtkrafträder
  • Fahrzeuge mit einem Wechselkennzeichen
  • Emissionsreduzierte Fahrzeuge
  • Kraftfahrzeuge von schwerbehinderten Menschen im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes.

Grünes Kennzeichen: Das gilt für die Versicherung

Bitte berücksichtige, dass die Kfz-Steuerbefreiung keine Befreiung von der Versicherungspflicht darstellt. Auch für ein Fahrzeug mit grünem Kennzeichen musst du bei der Zulassungsstelle eine gültige Versicherung vorweisen. Es gibt allerdings Ausnahmen. Diese sind im §2 des Pflichtversicherungsgesetzes, kurz auch PflichtVG, geregelt. Demnach müssen Halter und Halterinnen von Anhängern, die nicht den Vorschiften des Zulassungsverfahrens unterliegen, keine Haftpflichtversicherung vorweisen.

Beispiel: Bist du Fahrzeughalter eines Pferde-Anhängers mit grüner Nummer, genießt du laut PflichtVG die Befreiung der Pflichtversicherung.

Was hat es mit der Steuerbefreiung auf sich?

Fahrzeughalter und Fahrzeughalterinnen, die über ein grünes Kfz-Kennzeichen verfügen, sind von der Zulassungspflicht befreit und müssen keine Kfz-Steuer bezahlen. Anders sieht es bei Fahrzeugeigentümern und Fahrzeugeigentümerinnen aus, die ihr Fahrzeug dennoch freiwillig anmelden. In diesem Fall sind sie steuerpflichtig und erhalten ein schwarzes Kennzeichen.

So beantragst du ein grünes Kennzeichen

Möchtest du ein Fahrzeug mit grünem Kennzeichen anmelden, musst du das Spezialkennzeichen zuerst beantragen. Hierfür wendest du dich an die zuständige Zulassungsbehörde deines Bezirks. Dem Antrag für ein grünes Kennzeichen musst du unbedingt eine Steuerbefreiungsbestätigung beifügen. Auf Verlangen erhältst du diese vom Finanzamt oder vom Zoll.

Das kostet das Nummernschild

Für das grüne Kennzeichen fallen folgende Kosten an:

Bei der Zulassung und Anmeldung deines grünen Kennzeichens kannst du demnach mit rund 50 bis 60 Euro rechnen. Hinzukommen auch noch die laufenden Kosten für den Versicherungsschutz deines Fahrzeugs.

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Verwendete Fotos:
1. Bild ©AdobeStock_183586875, Animaflora PicsStock
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