Was macht eine flexible Fahrradversicherung aus?

Die Fahrradversicherung zählt zur Kategorie der Sachversicherungen. Die Versicherung greift bei Schäden oder bei Diebstahl. Grundsätzlich ist das Fahrrad auch im Rahmen der Hausratsversicherung versichert. Jedoch ist hierbei der Versicherungsschutz oftmals nicht ausreichend. Mehr und mehr bieten jetzt Versicherer maßgeschneiderte Versicherungen an, die smart und flexibel sind.

Im Durchschnitt geben die Deutschen 685 Euro für den Kauf ihres Fahrrads aus und die Diebstahlrate nimmt nicht ab. Bei einer Aufklärungsquote von 10 Prozent lohnt sich eine Versicherung in jedem Fall. Im Folgenden werden die spezifischen Eigenschaften einer flexiblen Fahrradversicherung erläutert. Der Unterschied zwischen einer flexiblen und einer normalen Versicherung zeigt sich im Bereich der Prämienzahlung. Die flexible Tarifgestaltung ermöglicht das Hinzubuchen und Weglassen verschiedener Bausteine.

Kündigung

In der Regel wird ein Vertrag für eine Versicherung für eine Laufzeit von mindestens einem Jahr abgeschlossen. Die normale Kündigungsfrist beträgt drei Monate vor Vertragsende. Wird von dieser Frist kein Gebrauch gemacht, verlängert sich der Versicherungsvertrag automatisch um ein darauf folgendes Jahr. Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich erfolgen. Gute Fahrradversicherungen sind flexibler und einige wenige sind monatlich kündbar.

Laufzeit

Wird die Versicherung in Anspruch genommen und es entsteht ein Schadensfall, läuft der Vertrag wie vereinbart weiter. Die Mindestlaufzeit des Vertrages fängt in der Regel dann erneut ab dem Zeitpunkt des Schadensfalls an zu laufen. Je nach Versicherungstarif kann eine individuelle Versicherungssumme festgelegt werden. Diese kann zum Beispiel von 500 Euro bis 5.000 Euro definiert werden. Die Versicherungssumme wird dann ausgezahlt, wenn ein Schadensfall eintritt.

Prämie

Unter dem Begriff versteht man den Beitrag, den der Versicherungsnehmer monatlich, quartalsweise oder jährlich bezahlt. Die Häufigkeit und die individuelle Höhe des Beitrages werden im Versicherungsvertrag definiert.

Mit Hilfe von entsprechenden Online Tools können anhand weniger Daten die Prämien berechnet werden. Hierzu sind beispielsweise nur Angaben zum Kaufpreis des Fahrrades und der Haltedauer notwendig. Bei einem Kaufpreis von ungefähr 1.000 Euro kostet eine Fahrradversicherung für ein Fahrrad, das nicht älter als drei Jahre ist, im Durchschnitt etwa 70 Euro pro Jahr.

Die Prämie wird gezahlt, damit der Versicherungsnehmer im Falle eines Schadenfalls Anspruch auf die Zahlung der Versicherungssumme hat. Die Versicherungssumme sollte sich dabei am Kaufpreis des Fahrrads orientieren. Eine Überversicherung ist nicht sinnvoll. Dies bedeutet, dass ein Fahrrad, das einen Kaufpreis von 500 Euro hat, nicht für 600 Euro versichert werden sollte.

Je mehr Belege, desto besser wird reguliert

Im Versicherungsfall sollte stets ein Nachweis beigefügt werden können, der belegt, dass das Fahrrad gestohlen wurde. Hierzu ist das Anzeigen des Schadensfalls gegenüber der Polizei notwendig. Wird die Polizei nicht rechtzeitig informiert, besteht häufig kein rechtlicher Anspruch auf die Erfüllung der Versicherungssumme durch den Versicherer.

Zudem wird eine Quittung oder ein Beleg benötigt, der den Kaufpreis des Fahrrades bescheinigt. Bei gebraucht gekauften Fahrrädern ist dies ebenfalls erforderlich. Hier hat die Registrierung des Fahrrads bei der Polizei einen weiteren Vorteil: Die Sicherheit, dass es sich bei dem zum Kauf angebotenen Fahrrad nicht um ein gestohlenes Modell handelt.

Flexible Versicherungen

Die Prämiengestaltung bei einer flexiblen Versicherung zeichnet sich dadurch aus, dass die Beitragshöhe abhängig von der Auswahl der Bausteine flexibel festgelegt werden kann. Der Versicherungsnehmer kann zum Beispiel die Versicherung um den Schutz bei gewerblichen Vermietungen erweitern. Darüber hinaus kann ein Bestandteil hinzugebucht werden, der es ermöglicht, das Fahrrad auch für spezielle Sport-Veranstaltungen wie beispielsweise Fahrrad-Rennen, zu versichern.

Ein weiteres Element einer flexiblen Fahrradversicherung ist die Absicherung gegen Vandalismus. Hierdurch sind Schäden unabhängig von Orten und Personen abgedeckt. Entsprechend der flexibel ausgewählten Bausteine erhöht oder verringert sich die Prämienzahlung der Versicherung.

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