Kristina Vogel – Bahnsportlerin und Olympiasiegerin

Die 1990 in der Sowjetunion geborene Kristina Vogel hat einen wirklich beeindruckenden Lebenslauf vorzuweisen. Mit insgesamt 11 Weltmeistertiteln zählt die zweifache Olympiasiegerin zur Elite im Bahnradsport. Nur die Australierin Anna Meares kann mit ihr gleichziehen. Zusammen zählen sie bis heute zu den erfolgreichsten Bahnradsportlerinnen. Im Juni 2018 traf die junge Sportlerin dann tragischer Weise ein harter Schicksalsschlag, den sie wahrhaft tapfer meistert.

Die Anfänge

Bereits im zarten Alter von 17 Jahren wurde Kristina Vogel zweifache Europameisterin der Junioren, im gleichen Jahr gewann sie in der Junioren WM außerdem den Weltmeistertitel im Zeitfahren, Teamsprint und im Sprint.

Doch bevor die junge Kristina Vogel so richtig durchstarten kann wird sie 2009 in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Beim Straßentraining wurde die Sportlerin auf tragische Weise von einem polizeilichen Zivilfahrzeug erfasst. Sie erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen. Auch im Gesicht erlitt Sie schwere Blessuren. Sie verlor einige Zähne und ihr Gesicht wurde von der zerstörten Glasscheibe dramatisch gezeichnet.

Durch diesen Zwischenfall fiel Vogel lange Zeit aus und verbrachte viel Zeit im Krankenhaus, aber sie kämpfte sich im Februar 2010 zurück. Nach sehr langer Wartezeit und vielen Gerichtsverfahren bekam sie 100.000 Euro Schmerzensgeld vom Landgericht zugesprochen

Trotz langer Verletzung gewann sie bei der deutschen Bahn-Meisterschaft 2010 gleich mehrfach Gold und im gleichen Jahr ihren ersten Weltcup-Sieg im Sprint.

Olympia 2012 und 2016

Die olympischen Sommerspiele 2012 in London waren ebenfalls ein großer Erfolg für die junge Sportlerin. Vogel gewann gemeinsam mit ihrer Teamkollegin olympisches Gold. Zwar trugen zu diesem Sieg Fehler anderer Teams bei, jedoch war die Leistung Vogels ohne Zweifel mehr als beeindruckend.

Im November des Jahres folgten weitere Titel und Medaillen. Im Jahr 2013 stelle Kristina Vogel mit 10,384 Sekunden auf der 200 Meter-Strecke einen neuen Weltrekord auf. Auch im Teamsprint stellte sie mit Ihrer Kollegin Welte einen neuen Weltrekord auf.

Ebenso erfolgreich ging es bei den olympischen Sommerspielen im Jahr 2016 weiter. In Rio gewann Sie das Rennen im Sprint mit der Goldmedaille und mit Ihrer Kollegin im Teamsprint die Bronzemedaille.

Obwohl sie in der entscheidenden Etappe im Zielsprint ihre Sattelstütze verlor ging sie als Siegerin aus dem Rennen hervor. Ihr Nationaltrainer äußerste sich angesichts ihrer Stärke mehr als positiv über sie. Seit die Disziplin in das olympische Programm aufgenommen wurde, ist sie die erste Deutsche die ihn gewann. Auch im Jahr 2017 riss der Medaillen- und Titelsegen nicht ab. Sie wurde zweifache Weltmeisterin und gewann den EM-Titel im Sprint.

Vogel bricht Rekorde

Kristina Vogel kann im Laufe ihrer Karriere auf mehrfache Rekorde und Titel zurückblicken, in der 500-Meter Disziplin bei fliegendem Wechsel schaffte sie es als erste Frau unter die 29-Sekunden-Marke zu kommen.

Die Pechsträhne reißt nicht ab

Im Folgejahr dann folgte ihr Trainingsunfall, der ihre Karriere frühzeitig beenden sollte. Eine Wirbelsäulenverletzung sowie einen Trümmerbruch des Brustbeines zog der Unfall nach sich. Es war ein Trainingsunfall im Juni 2018. Sie stoß mit einem niederländischen Fahrer zusammen.

Glücklicherweise leistete ihr Teamkollege sofort erste Hilfe, mit dem Hubschrauber wurde sie dann ins Krankenhaus gebracht und umgehend operiert. Trotz der schnellen ärztlichen Versorgung konnte nicht abgewendet werden, dass die Sportlerin im September 2018 verkünden musste, dass sie nie wieder laufen könne.

Ihre Sportkarriere war damit beendet. Doch Kristina Vogel hat keinesfalls ihren Kampfwillen verloren, denn statt zu resignieren beschloss Vogel nun in der Politik etwas bewirken zu wollen. 2019 kandidierte sie für den Stadtrat in Erfurt mit Unterstützung der CDU. Sie erhielt die Stimmenmehrheit aller CDU-Listenkandidaten und in Zukunft Mitglied im Erfurter Stadtrat sein und dort hoffentlich ihre Ziele verwirklichen können.

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