Italiens populäre Radstrecken – der Etschtalradweg

Der Etschtalradweg oder Etschradweg ist ein zum Großteil asphaltierter Radfernweg, welcher durch die Gebiete Tirol über Südtirol nach Venetien führt. Der Radweg verläuft durch alpine Landschaften mit einigen sehr pintoresken Obstanbaugebieten. Der Radweg zieht sich durch traumhafte Kulissen, die beispielsweise vom Ortlermassiv sowie dem herrlichen Etschtal flankiert werden.

Streckenverlauf

Der Radweg ist 345 Kilometer lang und hat den Startort Landeck. Der Zielort ist Verona. Jedoch beginnt der Etschradweg erst am Reschenpass, weshalb man einige Kilometer von Landeck aus im Inntal fahren muss, bis man zum Reschenpass kommt.

Dieser liegt an der Grenze zwischen Österreich und Italien. Von Landeck bis nach Reschen sind es circa 50 Kilometer an Strecke. Der Reschenpass ist auf der gesamten Tour der höchste Punkt, der zu erreichen ist. Man kann entweder die 500 Höhenmeter, die sich auf fünf Kilometer erstrecken, mit dem Fahrrad erklimmen oder einfach mit einem Shuttle hinauffahren.

Am Pass angekommen liegt das anstrengendste Stück schon hinter einem. Ab jetzt geht es 300 Kilometer eben oder leicht abfallend nach Verona, jedoch muss man nicht den gesamten Weg befahren. Viele Radfahrer bestreiten nur einige Etappen, zum Beispiel von Graun nach Meran, jedoch lohnt es sich bis nach Verona zu fahren.

Durch den Abstieg von 1500 Metern über dem Meeresspiegel bei dem Reschenpass auf 60 Meter bei Verona, wird eine entspannte Tour mit tollen Natur und Kultur eindrücken geboten. Die gesamte Strecke wird als wenig anspruchsvoll gewertet und bietet auch weniger routinierten Fahrern eine gute Möglichkeit.

Die meiste Zeit verläuft der Weg parallel zur Etsch. Auf dem Fernradweg in Richtung Verona passiert man auch einige größere Städte wie Meran und Bozen, in denen man einige Stunden verweilen kann. Rund 100 Kilometer vor Verona führt der Radweg auf die umliegenden Hügel von denen man einen tollen Blick über das Etschtal hat.

Reisedauer

Die Reisedauer kann sehr stark variieren, weil es darauf ankommt wie viele Kilometer man am Tag fahren kann und für welche Sehenswürdigkeiten mehr Zeit entfällt. Wenn man nur daran interessiert ist den Radweg abzufahren und wenig von den kulturellen Angeboten beanspruchen zu wollen, dann ist die Tour in fünf bis sieben Tagen zu bewältigen. Jedoch kann man durchaus auch ein paar Tage mehr einplanen und das Ambiente einiger Orte rund um den Radweg auskosten, so zum Beispiel am Gardasee.

Etappenplanung

Wie auch bei der Reisedauer kann die Etappenplanung ganz unterschiedlich ausfallen. Am sinnvollsten ist es seine Etappen seiner körperlichen Verfassung bzw. dem Zustand seiner Reisegruppe anzupassen. Die gesamte Strecke beläuft sich auf ca. 345 Kilometer, das bedeutet in 7 Tagen könnte man den kompletten Radweg abfahren und das bei moderaten 50 Kilometer am Tag. Das lässt sich auch aufgrund des fast durchweg flachen Geländes gut abfahren.

Bei seiner Etappenplanung sollte man sich in jeden Fall überlegen, was man auf seiner Reise besuchen und sehen möchte. So kann man zum Beispiel an einem Tag nur 20 Kilometer fahren und mehr von der Umgebung erkunden und dafür am nächsten Tag dafür mehr Radfahren. Entweder man sucht sich seine Unterkünfte im Vorfeld aus oder entscheidet sich spontan Vorort.

Ebenfalls Einfluss auf die Planung sollte das Wetter haben. Es empfiehlt sich schon vor dem Reiseantritt über das bevorstehende Wetter zu informieren. Gerade im Sommer kann es auf den südlichen Teilen des Radweges sehr heiß werden.

Auf angenehme Weise ans Ziel

Auf dem gesamten Radweg ist die Infrastruktur sehr gut ausgebaut. Man findet also genug Möglichkeiten die eigenen Vorräte aufzufüllen. Zudem gibt es viele Eisdielen, Restaurants und Bars, die sich am Rande der Wegstrecke finden.

Der Radweg befindet sich in einem sehr guten Zustand und auch abseits der regulären Straßen lässt sich der Weg gut mit dem Zweirad befahren.

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