Radfernwege in Deutschland - Bahnradweg Hessen

Der Bahnradweg Hessen verbindet „normale“ Radwege mit Radwegen, die auf ehemaligen Bahntrassen angelegt worden sind. Er führt durch den Vogelsberg und die Rhön.

Im Vogelsberg ist der Radweg in zwei verschiedene Routen eingeteilt. Die eine führt über die ehemalige Bahnstrecke zwischen Glauburg-Stockheim und Lauterbach, auch als Vogelsbergbahn bekannt.

Die andere Route verläuft über die Strecke der ehemaligen Vogelsberger Südbahn von Hartmannshain nach Wächtersbach. In Hanau beginnt die Strecke und endet in Bad Hersfeld. Sie wird als eine leichte bis mittel schwere Strecke eingestuft.

Bergige Etappen

Es gibt eine Steigung von etwa 1.700 Höhenmetern. Sie ist überwiegend asphaltiert und das Verkehrsaufkommen ist gering. Vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) wurde sie 2012 mit 4 von 5 möglichen Sternen bewertet.

Der hessische Bahnradweg kreuzt beziehungsweise grenze an einige weitere Radwege. Auf diese Weise kann die Route verlängert oder zu einer Rundtour ausgebaut werden.

Unter anderem besteht der Anschluss an die hessischen Radfernwege R1, R2, R3 und R7, den Limesradweg, den Milseburgradweg, den Werra-Radweg, den Solztalradweg, den Rhönradweg und den Ulstertalradweg.

Reizvolle Landschaften

Insgesamt ist die Strecke eine wunderschöne Route mit vielen Sehenswürdigkeiten. Sie führt durch ruhige Wälder, vorbei an Wiesen und Feldern. Daher ist sie landschaftlich sehr reizvoll und bietet hin und wieder auch einen weiten Blick ins Land.

So werden auf dieser Strecke Kultur, Geschichte, Natur und Bewegung optimal miteinander verbunden.

Die Strecke über die ehemalige Vogelsbergbahn

Die erste Etappe führt von Hanau nach Glauburg und es werden folgende Orte passiert – Hanau-Mittelbuchen, Nidderau, Windecken, Höchst, Altenstadt und Glauburg. Die Strecke verläuft zum Teil durch Wiesen, aber auch durch Felder und ist landschaftlich reizvoll.

Unterwegs gibt es immer wieder etwas zu sehen. Zum Beispiel das Schloss Philippsruhe und die Kuranlage Wilhelmsbad in Hanau, die über 400 Jahre alten Linde „Wartbaum“, die historische Handelsroute „Hohe Straße“, der Bahnhof Nidderau-Eichen, viele Kunstobjekte und die „Keltenwelt am Glauberg“.

Bei der zweiten Etappe von Glauburg nach Schlitz müssen 85 km überwunden werden. Dabei werden die Orte Stockheim, Selters, Ortenberg, Eckartsborn, Lißberg, Hirzenhain, Merkenfritz, Luftkurort Gedern, Ober-Seemen, Hartmannshain, Crainfeld, Ilbeshausen-Hochwaldhausen, Herbstein, Lauterbach, Bad Salzschlirf und Schlitz durchfahren.

Wer Zeit und Lust hat, sollte sich unter anderem die folgenden Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen – die Burg in Lißberg mit dem als Krautfass bezeichnete Wehrturm, das Eisenkunstguss-Museum in Hirzenhain, die Therme in Herbstein, Park und Schloss Eisenbach, die historische Altstadt von Lauterbach, die Burgruine Wartenberg, die Kuranlagen von Bad Salzschlirf und den Ortskern von Schlitz.

Die 3. Etappe hat eine Länge von 27 km und führt von Schlitz nach Hilders. Dabei werden die Orte Schlitz, Fulda, Götzenhof, Almendorf, Melzdorf, Wiesen, Niederbieber und Langenbieber, Oberbernhards, Rupsroth, Eckweisbach und Hilders passiert.

Architektonische Perlen

Auf und neben dem Radweg gibt es folgende Sehenswürdigkeiten – das Fuldatal, Fulda mit dem Dom, dem Stadtschloss, der Orangerie, dem Barockviertel und vielen Kirchen, den Milseburgtunnel, das Barockschloss Bieberstein, und die Milseburg.

Der vierte Etappe von Hilders nach Philippsthal hat eine Länge von 37 km und führt durch folgende Ortschaften – Tann, Motzlar, Schleid, Geisa, Buttlar, Wenigentaft, Pferdsdorf, Räsa und Philippsthal.

Direkt an der Strecke oder über einen kleinen Abstecher sind viel Sehenswürdigkeiten zu erreichen – das Schloss und das Stadttor Tann, die Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte Point Alpha, die Abraumhalde der Kaliwerke in Philippsthal oder das Grenzmuseum Philippsthal.

Die letzte Etappe ist mit 28 km die kürzeste und führt von Philippsthal nach Bad Hersfeld über folgende Orte – Heimboldshausen, Ausbach, Ransbach, Schenklengsfeld. Sehenswert sind unterwegs das Werratal und die historische Wassermühle beim Hermannshof.

Alternativroute über den Vogelsberger Südbahnradweg

Diese Alternative zur oben beschriebenen Strecke hat eine Länge von 67 km und führt von Hanau nach Hartmannshain. Es werden bei ihr folgende Stationen passiert: Hanau, Erlensee, Langenselbold, Gelnhausen, Wächtersbach, Hellstein, Birstein, Unterreichenbach, Lichenroth, Völzberg und Hartmannshain.

In Hartmannshain trifft man dann wieder auf die oben beschriebene Strecke über die ehemalige Vogelsbergbahn.

Auch wenn Radfahren Spaß macht, sollten die Sehenswürdigkeiten nicht vergessen werden. Besonders hervorzuheben sind hier das Schloss Philippsruhe in Hanau und Hanau selbst, die Kaiserpfalz und die historische Altstadt mit Unter- und Ober-Markt und der Marienkirche in Gelnhausen, das Schloss und der Park in Wächtersbach, die Schlossanlage in Birstein und der Vogelsberger Dom in Unterreichenbach.

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