Typklassen in der Kfz-Versicherung

Um die die Nehmer einer Versicherung genauer einstufen zu können braucht man verschiedene Einteilungen. Die Beiträge für die jeweilige Versicherung werden im Kfz-Bereich nach Typklassen sortiert. Verschiedene Fahrzeugmodelle, die Unfälle und weitere Aspekte können bei dieser Einstufung eine Rolle spielen.

Im folgenden Artikel geht es allgemein um die Typklassen in der Kfz-Versicherung sowie nützliche Informationen rund um das Thema.

Die Typklassen

Grundsätzlich unterscheidet man in der Kfz-Versicherung zwischen der reinen Haftpflichtversicherung sowie der Teil- und Vollkaskoversicherung.

Die Typklassen zeigen eine Bilanz über Schäden und Unfälle über alle zugelassenen Modelle von PKWs wieder, eine Übersicht wird in verschiedenen Tabellen angezeigt. Zur Berechnung des Beitrags für jede der Arten für Versicherungen ist die Typklasse ein wichtiger Indikator.

Wenn das Modell, welches man fährt, niedriger eingestuft wird, muss man auch einen geringeren Beitrag für die Versicherung zahlen. Bevor man eine neue Kfz-Versicherung abschließt sollte man deshalb immer in den jeweiligen Tabellen nach dem Preis für sein eigenes Kfz suchen und so die Beiträge von verschiedenen Versicherungen vergleichen.

Für einige Fahrzeugmodelle gibt es auch gewiss Versicherungesprämien. Wenn sich die Typklasse ändert, kann man jedoch nicht direkt durch Berechnung Rückschlüsse auf den Gesamtbetrag für die Versicherung ziehen.

Eingeteilt wird ein Modell grundsätzlich in eine bestimmte Typklasse abhängig von der durchschnittlichen Zahl an Unfällen und Schäden, die mit dem gleichen Modell bei allen Fahrern vorkommen.

Insgesamt wird das Modell nach den Bilanzen der Schäden am Fahrzeug und der damit verbundenen Kosten für Reparaturen in den letzten drei Jahren beurteilt und in eine gewisse Klasse eingestuft.

Mehr Unfälle

Werden zum Beispiel mit einem bestimmten Modell prozentual auffällig mehr Unfälle verursacht als in den Jahren zuvor, so wird das Modell in eine höhere Typklasse eingestuft und der Beitrag für die Nehmer der Versicherungen erhöht sich. Genauso kann das natürlich auch andersherum funktionieren.

In Haftpflichtversicherungen kommt es vor allem auf die verursachten Schäden an Dritten durch Unfälle auf der Straße an, da diese im Notfall die Versicherung übernehmen muss. Einmal jährlich werden die Modelle beurteilt und in eine bestimmte Klasse eingeteilt, welche dann für das kommende Jahr gelten wird.

Für die Einstufung in eine Teilkasko-Versicherung werden nur Fälle beurteilt, bei denen die Teilkasko greifen würde. Bei der Vollkasko gelten grundsätzlich genauso alle Fälle, von denen die Versicherung betroffen ist, das heißt Unfälle mit Wild, Diebstähle, Glasschäden oder Naturschäden.

Die Statistik über Typklassen

Die Statistik über Typklassen umfasst insgesamt über 29.000 verschiedene Modelle und deren Schadensbilanz über die letzten drei Jahre. Viele teure Modelle aus der Premiumklasse sowie SUV haben hohe Typklassen bekommen, da an diesen die Schäden besonders teuer werden können.

Man kann die Einteilung in genaue Typklasse für das eigene Fahrzeug online in den jeweiligen Tabellen nachschauen. Nachdem neue Einstufungen in Typklassen stattgefunden haben, sind diese ab sofort gültig und können direkt für Verträge, die neu abgeschlossen werden, genutzt werden.

Falls ein Fahrzeug in der Typklasse zurückgestuft wurde, ist dies allerdings nicht zwangsweise ein Grund für einen niedrigeren Versicherungsbeitrag oder höhere Versicherungsprämien insgesamt.

Fahrzeuge mit besonders hohen Einstufungen sind Fahrzeuge, die eine hohe Unfallstatistik aufweisen und bei denen auch die damit verbundenen Reparaturkosten hoch sind. Oft sind diese Modelle hochmotorisiert und aus der Premiumklasse.

Beispiele für Fahrzeuge mit einem hohen Einstufen mit unter anderem der Cayenne Turbo von Porsche, der Ford Mustang oder auch das Allrad Modell des Tesla Model S. Niedrige Einstufungen erhalten hingegen Fahrzeuge mit geringer Motorisierung und wenigen Unfällen wie der Fiat 500.

Verwendete Fotos:
1. Porsche. Bild von Gerhard G. auf Pixabay
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