GAP-Deckung

Sicherlich hast du schon öfter on der GAP-Deckung gelesen. Die meisten können sich unter diesem Begriff jedoch nichts vorstellen. Wir klären dich nachfolgend ideal und zuverlässig auf, damit du im Bedarfsfall genau Bescheid weißt. Denn mit dem GAP-Kennzeichen hat die GAP Deckung nichts zu tun – dabei handelt es sich um die Abkürzung GAP, die für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen steht.

Was ist die GAP-Deckung?

Bei der GAP-Deckung handelt es sich um eine spezielle Zusatzversicherung zur Kfz-Vollkaskoversicherung. Dabei ist es möglich, den GAP-Unterdeckungsschutz bei finanzierten Autos oder Leasing-Fahrzeugen zu nutzen.

Die GAP-Deckung ist auch meistens unter der Bezeichnung GAP-Versicherung oder GAP-Schutz bekannt. Sie ist nicht wie eine Kfz-Haftpflichtversicherung oder Kfz-Teilkaskoversicherung zu betrachten. Im Wesentlichen handelt es sich um eine zusätzliche Versicherung für geleaste und finanzierte Fahrzeuge. GAP kommt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet übersetzt „Lücke“. Mit dieser Versicherungsleistung lässt sich demnach eine Lücke im Versicherungsspektrum auffüllen.

So füllt die GAP-Deckung bei Totalschaden oder Diebstahl die Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert sowie der Restforderung. Da die GAP-Deckung allerdings nicht zu einem Leasing- oder Kaufvertrag gehört, ist er differenziert zu betrachten. Die Versicherung erfolgt freiwillig, ist aber immer zu empfehlen.

Warum sollte ich eine GAP-Deckung für das Leasing-Auto haben?

Vor allem bei kostenintensiven Fahrzeugen ist die GAP-Versicherung eine gute Entscheidung. Dieser Schutz bewahrt dich nämlich im Schadensfall vor einer Kostenflut. Dies kann zum Beispiel bei einem Diebstahl, einem Wildunfall oder einem Totalschaden vorliegen. Hast du dir nun ein Leasingfahrzeug der Mittel- oder Oberklasse zugelegt, kommt die Kfz-Vollkaskoversicherung für zahlreiche Schäden auf. Ist das Auto aber gestohlen oder lässt sich nicht mehr instandsetzen, musst du als Leasingnehmer haften. Genießt du jetzt allerdings die Vorzüge der GAP-Deckung, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Die Vollkasko kümmert sich nämlich um einen Teil der Kosten. Den Rest übernimmt die GAP-Deckung.

Wann lohnt sich eine GAP-Deckung für mich?

Die GAP-Leasing-Versicherung ist auf jeden Fall für Fahrzeuge der gehobenen Mittel- oder Oberklasse geeignet. Vor allem Leasing- und Finanzierungsverträge sind dabei genau unter die Lupe zu nehmen. Hier ist das Kosten-Nutzenverhältnis genau abzugleichen. Am besten berätst du dich mit uns. Wir stehen dir als Experten und Profis gern zur Seite. Dabei schauen wir uns alle Faktoren genau an und können dir mitteilen, ob sich eine zusätzliche Leasing Versicherung für dein Fahrzeug lohnt.

GAP-Deckung

Was kostet die GAP-Deckung?

Tatsächlich ist es so, dass die GAP-Deckung für Kfz nichts extra kostet; sie ist ein fester Bestandteil in vielen Leasing- oder Kreditverträgen. Doch sie ist nicht immer enthalten. Informiere dich daher vor Vertragsabschluss genau über die Konditionen. Die Kosten sind meist vom Fahrzeugpreis abhängig. Ist GAP enthalten, kannst du dich rundum sicherfühlen. Denn ein Auto-Leasing mit Versicherung übernimmt im Ernstfall zusätzliche Kosten.

Folglich ist die GAP-Versicherung sinnvoll. Hol dir am besten direkt die Konditionen beim Händler ab. Schau dir auch an, ob ein vollständiger Kostenschutz durch Kfz-Teilkaskoversicherung oder Kfz-Vollkaskoversicherung gegeben ist.

So berechnet sie sich

Nehmen wir am besten ein Beispiel: Du schließt einen Kreditvertrag für ein Fahrzeug ab, dessen Listenpreis bei ungefähr 25.000 Euro liegt. Nach Ablauf von zwei Jahren wirst du den Wagen vermutlich weiterfahren wollen.

Die Vorauszahlung beträgt 5.000 Euro, eine monatliche Rate von 400 Euro kommt zum Einsatz. Der Ablösewert beträgt 9.000 Euro. Doch nach ungefähr einem Jahr kommt es zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem dein Kfz einen erheblichen Schaden davonträgt. Der Gutachter kann nur noch einen wirtschaftlichen Totalschaden festmachen, da sich die Reparatur nicht lohnt. Um dir das Fahrzeug zu ersetzen, ermittelt der Sachverständige den Wiederbeschaffungswert. Den Wert von 12.500 Euro bekommst du von der Kfz-Vollkaskoversicherung erstattet. Doch die ausstehenden Kreditraten sind nicht inkludiert. Du schuldest dem Kreditinstitut noch Leasingraten für volle zwölf Monate.

Diese belaufen sich auf 4.800 Euro. Hinzu kommt auch der Ablösebetrag in Höhe von 9.000 Euro. Zusammen macht das einen Leasingrestwert von 13.800 Euro. Die Erstattung umfasst jedoch nicht die Summe, die du für die Leasingresttilgung aufbringen musst. 1.300 Euro sind hernach selbst bezahlen. Das musst du allerdings nicht, wenn du über eine GAP-Deckung für dein Kfz verfügst.

Wann greift die GAP-Deckung?

Die GAP-Deckung beim Leasing greift immer dann, wenn du einen laufenden Vertrag vor Vertragsablauf ablösen möchtest. Ist das Fahrzeug nicht mehr fahrtauglich oder funktionstüchtig, nimmt der Leasingnehmer das Fahrzeug nämlich nicht zurück. Das ist bei Totalschaden oder Wertverlust durch Diebstahl sowie Vandalismus denkbar.

Der Schutzbrief – eine Alternative

Leider ist ein Schutzbrief keine Alternative zur GAP-Deckung, die einen Zusatz zur Leasing-Auto-Versicherung darstellt. Dazu liefern wir auch direkt einen Vergleich:GAP-Deckung

Der Schutzbrief bietet schnelle und zuverlässige Hilfe bei Pannen und Unfällen. Zudem kümmert sich die Versicherung um Überführungskosten, Rückfahrservice und ähnliches. Das Leistungsspektrum ist vielfältig und sorgt für ein Rundum-Wohlfühlpaket. Wer möchte, kann sogar einen Auslandsschadenschutz abschließen.

Die GAP-Versicherung hingegen bietet Versicherungsschutz bei Leasingwagen oder kreditfinanzierten Fahrzeugen. Sie schließt eine Versicherungslücke, die Wiederbeschaffungswerte und Leasingwerte betrifft. Wenn du also ein teures Auto least, solltest du als Fahrzeughalter oder Fahrzeugeigentümer auf jeden Fall die GAP-Deckung nutzen. Achte jedoch vor Vertragsabschluss auf die Deckungssumme und die Konditionen, um gut abgesichert zu sein.

Du hast weitere Fragen zur GAP-Deckung? Dann stehen wir dir gern mit Rat und Tat zur Seite. Weiterhin informieren wir dich über

  • Fahrerschutzversicherung
  • Berechtigter Fahrer
  • Abweichende Halterschaft
  • Fahrerflucht
  • Fahrgestellnummer
  • Selbstbeteiligung
  • Kaskoversicherung
  • Unfallgegner
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • Schadensfreiheitsklassen
  • Zentralruf der Autoversicherer
  • Grob fahrlässig
  • Selbstverschuldeter Unfall
  • Glasschaden
  • Partnerwerkstatt
  • Ersatzfahrzeug
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