Checker Cab – das typisch US-amerikanische Taxi

Lange Zeit konnte man sich die amerikanischen Großstädte nicht ohne die charakteristischen Checker Cabs vorstellen. Sie waren Kult und prägten das Stadtbild sowie die Filmkulissen der vergangenen Jahrzehnte. Wieso vor allem das Modell A-11 so lange beibehalten wurde und wie die Geschichte er Checker Cabs begann, erfahren Sie hier.

Bei den Checker Caps haben wir es mit einem sehr außergewöhnlichen und kultigen Phänomen zu tun. Jahrzehntelang prägten die gelben Taxis die Stadtbilder von Großstädten wie beispielsweise New York City und anderen US-amerikanischen Städten.

Mit seinen sechs bis acht Sitzplätzen und der robusten Bauweise eigneten sich die Checker Caps ideal für den Personentransport in den Städten. Zudem wurde nicht jährlich das Modell gewechselt, sondern diese wurden über Jahre beibehalten was die Ersatzteilversorgung sehr einfach machte und das Taxi somit sehr lange einsatzbereit. Die Komponenten wurden nicht wie bisher verschweißt, sondern angenietet. Die Nieten waren außen sichtbar und waren ebenfalls ein charakteristisches Zeichen für die Taxis.

Doch nicht nur durch den Einsatz im Alltag haben die gelben Checker Taxis einen solchen Kultstatus erreicht. Kein Filmset in den 70er und 80er Jahren kam ohne den typischen gelben Checker A-11 oder eines der ähnlichen Vorgängermodelle aus. Jeder von uns kann sich wahrscheinlich an eine Filmszene erinnern, in der einer der Schauspieler in ein solches gelbes Taxi steigt. Die Checker Caps prägten das Bild von Generationen von Filmen.

Die Checker Caps wurden von der Checker Motor Corporation hergestellt, einem großen Automobilhersteller, der auf Wunsch neben Taxis auch Privatautos herausbrauchte. Am bekanntesten war Checker Motors jedoch für seine kultigen Taxis und diese brachten dem Unternehmen auch den großen Erfolg.

Die Geschichte der Checker Caps

Checker Motors Cooperation entstand 1921 in Chicago. Bald zog er mit seinem Produktionsstandort nach Michigan, wo er die Produktionskapazität bereits von 1500 auf 4000 Taxis erhöhen konnte.

Verschiedenen Quellen zufolge konnte die Checker Motors Cooperations in seinen besten Jahren bis zu 12.000 Taxis produzieren. Anfangs kämpfte Morris Markin mit seinem Unternehmen noch gegen andere Taxihersteller.

Im Laufe der Zeit konnte er jedoch einige davon übernehmen, was ihm eine Monopolstellung garantierte, weshalb viele US amerikanische Großstädte Jahrzehntelang von den Taxis der Checker Motors Corporation geprägt waren.

Durch diese rasante Expansion konnte das Unternehmen sich bereits 1923 an der Börse eingetragen und Aktionäre gewinnen. Durch den Börsencrash und die Krise in den 30er Jahren gingen viele Automobilhersteller Pleite. Im Privatfahrzeughandel überlebten nur die großen Firmen.

In den Folgejahren konnte die Checker Motors Cooperation stark expandieren. Durch das beliebte Produkt und das Modell, welches jahrelang beibehalten wurde, hatten die Checker Caps einen jahrelangen und außergewöhnlichen Erfolg.

In den 1970er Jahren veränderte sich die Taxibranche erneut. Es kamen viele neue Umweltzulagen und andere rechtliche Änderungen hinzu, was in der Taxibranche zu massiven Preiserhöhungen führte.

Die Checker Motors Corporation versuchte die Flucht nach vorne und wollte nun auch vermehrt auf Privatautos setzen. Dieses Projekt scheiterte, wodurch sich die Firma erneut in eine andere Richtung entwickelte und sich auf die Produktion von Einzelkomponenten konzentrierte.

Die Firma konnte sich so über Jahre immer wieder dem Markt anpassen und weiterentwickeln. Der letzte Checker A-11 lief am 12. Juli 1982 vom Band.

Die verschiedenen Checker Cap-Modelle

Ab 1963 war also der Checker A-11 das klassische Modell, der über lange Zeit beibehalten wurde. Doch auch frühere Modelle waren sehr ähnlich und im charakteristischen Look gehalten. Die Karosserie wurde bei den verschiedenen Modellen nicht sehr verändert, sodass die Checker Cabs ihr typisches Erscheinungsbild beibehalten konnten.

Folgende Taxi-Modelle wurden von der Checker Motors Cooperation über die Jahre hergestellt. Die Modelle wurden mit Buchstaben und Zahlen gekennzeichnet.

  • Modell C (1920-1921)
  • Modell C-44 (1922)
  • Modell H-2 (1923)
  • Modell E (1924-1926)
  • Modell F (1926-1927)
  • Modell G-4 (1927-1928)
  • Modell G-6 (1927-1928)
  • Modell K-6 (1929-1932)
  • Modell M (1931-1932)
  • Modell T (1933-1934)
  • Modell Y-6 (1935-1936)
  • Modell Y-8 (1935-1939)
  • Modell A ( 1940-1941)
  • Modell A-8 (1956-1958)
  • Modell A-9 (1961-1962)
  • Modell A-11 (1963-1983)

Checker Motors Coperations hat sich vor allem auf die Herstellung von Taxis spezialisiert. Die Checker Caps sind klassischerweise Nutzfahrzeuge. Während heutzutage oft viele verschiedene Autotypen angeboten werden, waren bei diesen doch schon etwas älteren Checker Caps vor allem die Modelle unterschiedlich.

Das letzte Checker Cab Taxi ging 1999 in den Ruhestand. Seither hört man immer wieder Gerüchte um ein Comeback der kultigen US-amerikanischen Taxis, jedoch ist ein solches bei der rasanten Entwicklung der Automobilbranche wohl eher unwahrscheinlich.

Glücklicherweise dürfen wir uns die Checker Cabs in Zukunft weiterhin in den Filmen ansehen und von vergangenen Zeiten träumen.

Verwendete Fotos:
1. Checker Cab. Quelle: Von Thomas doerfer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2600923
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