Autos aus den USA importieren

US-Cars, selbst aus den 80er Jahren, sind in Europa als Klassiker beliebt und es hat hier eine feste Szene von Autoliebhaber, die sich diesen Modellen verschrieben haben. Was liegt da als für einen Autoenthusiasten näher, als über einen Selbstimport aus den Staaten nachzudenken. Lohnt es sich das Ganze in Eigenregie zu machen oder überlässt man das lieber den Profis im Geschäft?

Die Frage ist, ob man diese Autos selbst importiert oder sich dazu an eine Agentur wendet, die sich auf den Import von US-Cars spezialisiert hat. Der Weg über Agenturen ist sicherlich der schnellere und bequemere Weg. Denn diese helfen Privatleuten dabei den US-Oldie sicher nach Deutschland und auf die deutschen Straßen zu bringen.

Was leisten Agenturen?

Eine Agentur, die sich auf den Import von US-Cars spezialisiert hat, sorgt aber nicht nur dafür, dass es beim Zoll mit dem Auto keine Probleme gibt.

Vielmehr sucht eine Agentur in den USA auch nach dem Traum-Auto ihres privaten Auftraggebers in Deutschland. Letztlich führen die Agenturen auch die Verkaufsverhandlungen mit dem Verkäufer im Auftrag ihres privaten Auftraggebers aus Deutschland.

Sollte es zu Mängeln kommen, die erst in Deutschland festgestellt werden, ist dann auch die Agentur der Ansprechpartner für den deutschen Autofan von US-Cars. Der Weg über die Agenturen hört sich also ganz bequem an, ist aber auch teurer als der Selbstimport.

Doch auch nur auf den ersten Blick, denn es gibt beim Selbstimport eines US-Cars vieles zu beachten. Geld und Zeit muss man dafür schon investieren.

US-Car finden

Zunächst einmal gilt es sein Traum-Auto auf dem US-Markt überhaupt zu finden. Dank diverser Internetportale ist das aber kein Problem heutzutage. Viele Fans von US-Cars aus Deutschland sparen sich so den Weg über den großen Teich und die aufwändige Suche bei den einzelnen Autohändlern von Ort – womöglich von New York bis Los Angeles.

Verschiffung

Ist das Traum-Auto gefunden, muss der Transport von den USA nach Europa bzw. nach Deutschland organisiert werden. Der Vorteil eines US-Car Kaufs an der Ostküste der USA ist, dass es hier viele Häfen gibt, die eine Verschiffung des US-Cars im Container ermöglichen, ohne dass ein Transport über Land bis einem der Häfen organsiert werden muss.

Lästig ist allerdings der Formular-Dschungel, durch den jeder Fan von US-Cars durch muss, der sein Traum-Auto nach Europa verschiffen möchte. Verbunden ist dies natürlich auch mit Kosten. Ratsam ist es hier einen professionellen Fahrzeug-Logistiker zu beauftragen.

In diesem Fall muss sich der Fan von einem in den USA gekauften Traum-Auto nicht mal um den benötigten Container kümmern und erst recht nicht um Ladepapiere und den Zoll am Entladehafen. Einzuplanen ist bei einem Transport des US-Cars in einem Container über den Seeweg in der Regel eine Dauer von circa 6 Tagen.

Kosten

Außer für den eigentlichen Kauf des Traum-Autos in den USA muss man noch eine Reihe von weiteren Kosten einrechnen. Der Seetransport und die Versicherung schlagen mit circa 1000 Euro zu Buche.

Für Zoll und Steuern muss man einen Betrag von circa 600 Euro einplanen. Die Einfuhrabwicklung kostet noch einmal rund 500 Euro. Und wer sich das Traum-Auto bis vor die Haustür liefern lassen möchte, muss dafür noch einmal mit einigen hundert Euro rechnen.

Import aus Nicht-EU-Staaten profitieren

Ein Privatmann, der sich in den USA sein Traum-Auto gekauft hat und über einen professionellen Fahrzeug-Logistiker das Auto importiert oder sich auch selbst darum kümmert – inklusive der Anmietung eines Containers, kann seit dem 1. Januar 2014 aber von der europaweiten Harmonisierung der Zolltarifnummer 9705 profitieren.

Diese führte zu einer deutlichen Senkung der Kosten bei einem Import von Oldtimern aus einem Nicht-EU-Staat, wie den USA.

Zollgebühren fallen seither nicht mehr an für diese Autos. Auch der Einfuhrumsatzsteuer-Satz ist auf 7 Prozent gesenkt worden. Die Voraussetzung für eine solch reduzierte Zollquote ist aber der Originalzustand des Autos.

Das heißt, es dürften keine eingreifenden Veränderungen am Chassis, an der Steuerung, am Bremssystem oder am Motor vorgenommen worden sein. Das US-Car sollte zudem ein Alter von mindestens 30 Jahren haben.

Verwendete Fotos:
1. USA Car. Oldtimer Ford Mustang. Quelle: Bild von Hands off my tags! Michael Gaida auf Pixabay
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