In der Probezeit geblitzt – Bußgeld, Strafe, Folgen im Überblick

Wann beginnt und endet die Probezeit?

In der Probezeit geblitzt zu werden ist kein schönes Gefühl. Schließlich ist die Probezeit vom Führerschein der erste Schritt in Richtung privater Mobilität. Du hast dein eigenes Elektroauto oder Hybridauto, bist als Fahrzeughalter eingetragen und am Auto prangt das ausgesuchte Kennzeichen. Selbst mit dem umfangreichen Thema der Fahranfänger Versicherung hast du dich bereits auseinandergesetzt. Nun stellst du dir die Frage: „Was passiert, wenn man in der Probezeit geblitzt wird?“.

Zunächst ist jedoch entscheidend, wie lange die Probezeit im Auto anhält. Sie ist unabhängig davon, ob du Fahrzeugeigentümer bist oder nicht. Wichtig ist hingegen, wann du deinen Führerschein erstmals erworben hast. An dem Tag, an dem du deine Prüfung bestanden hast, beginnt deine Probezeit. Sie dauert immer zwei Jahre, unabhängig davon, ob du den Führerschein im Alter von 17 Jahren oder zu einem späteren Zeitpunkt erhältst. Die genaue Uhrzeit deiner Prüfung wird dabei allerdings nicht berücksichtigt. Stattdessen läuft der Zeitraum bis Mitternacht am selben Tag weiter.

Gut zu wissen: Wirst du einmal in der Probezeit geblitzt, kannst du dennoch ein Auto online kaufen. In der Regel erwarten dich keine schwerwiegenden Konsequenzen. Natürlich hängt es davon ab, mit welchem Tempo du in der Probezeit geblitzt wurdest.

Geschwindigkeitsüberschreitung und andere Verkehrsverstöße

Wirst du in der Probezeit geblitzt, hast du das Tempolimit überschritten. Im Allgemeinen unterscheidet man jedoch zwischen drei Kategorien an Verkehrsverstößen:

  • Verstöße unterhalb der Punktegrenze: Verwarnungen, Parkverstöße und kleinere Bußgelder haben prinzipiell keine Auswirkung auf den Probezeitraum.
  • Schwerwiegende A-Verstöße: Sie gehen mit einem Eintrag ins Verkehrszentralregister einher und wirken sich auf deine Zeit auf Probe aus.
  • Gravierende B-Verstöße: Sie sind neben den schweren A-Verstößen ein Bestandteil schwerwiegender Verstöße. Bei beiden handelt es sich um einen speziellen Schweregrad, der sich ebenfalls auf deine künftige Fahrerlaubnis auswirkt.

Wirst du in der Probezeit geblitzt, handelt es sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt. Es kann eine immense Gefahr für dich und für andere darstellen, wenn du zu schnell unterwegs bist. Natürlich ist es nicht nur dann problematisch, wenn man mit 50 km/h in der 30er Zone geblitzt wird und in der Probezeit ist. Auch für erfahrene Fahrzeugbesitzer ist eine solche Situation kein Vergnügen.

Übrigens: Kommt es zu einem Unfall wegen zu schnellem Fahren und du wirst in der Probezeit geblitzt, kann das Einfluss auf deine Schadenfreiheitsklassen haben. Auf Fahrerflucht solltest du dennoch verzichten, da ein solches Verhalten ernsthafte Konsequenzen mit sich bringt.

Allerdings ist dabei nicht immer mit denselben Auswirkungen zu rechnen. Es kommt darauf an, um welche Geschwindigkeit das Tempolimit überschritten wird.

In der Probezeit geblitzt

Geblitzt in der Probezeit: Was sind die Folgen?

Wie oft darf man in der Probezeit geblitzt werden? Am besten überhaupt nicht. Denn wenn Du zwei Mal in der Probezeit geblitzt wurdest, bedeutet das für dich, dass deine Probezeit sich um zwei Jahre verlängert. Zusätzlich musst du an einem Aufbauseminar teilnehmen. Dabei haben die Behörden keinen Ermessensspielraum – es ist eine gängige Maßnahme, die ebenso nicht verhandelbar ist wie der anstehende Bußgeldbescheid. Bei einer hohen Überschreitung erhältst du ebenfalls Punkte in Flensburg, die du als Fahranfänger aber nicht abbauen kannst.

Schlimmer ist es, wenn du drei Mal in der Probezeit geblitzt wirst. Das ist der Zeitpunkt, an dem du deinen Führerschein verlierst.

Wie hoch die Strafe ausfällt, hängt aber nicht nur von deiner Geschwindigkeit ab. Die Tatsache, ob du innerorts oder außerorts geblitzt wurdest, wirkt sich ebenfalls auf das Strafmaß aus.

Viele Verstöße während deiner Zeit auf Probe können also zu ernsthaften Problemen führen. Wurdest du in der Probezeit geblitzt ist ein Rechner eine gute Idee. Er sagt dir nicht nur, mit welchen Konsequenzen du rechnen musst, sondern auch, ob sich ein Einspruch lohnt. Obwohl du immer die Möglichkeit hast, einen Einspruch einzulegen, ist er vor allem bei höheren Verstößen erfolgversprechend.

Verwendete Fotos:
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