Auffahrunfall was tun

Richtiges Verhalten: die ersten Schritte

„Auffahrunfall, was tun?“ Diese Frage stellen sich jedes Jahr zahlreiche Fahrzeugbesitzer. Meist dauert es einige Sekunden, bevor beide Parteien realisiert haben, was überhaupt passiert ist. Dann steigt das Stresslevel an und die Nerven liegen blank. Nicht gerade der perfekte Zeitpunkt, um sich zu fragen: „Auffahrunfall, was tun? „. Deshalb ist es wichtig, dass du bereits weißt was zu tun ist, noch bevor es im schlimmsten Fall passiert.

  1. Als erstes musst du aus dem Fahrzeug aussteigen und die Unfallstelle absichern. Achte dabei immer auf deine persönliche Sicherheit! Schalte zuvor den Warnblinker ein und falls möglich, fahre deinen Wagen an den Straßenrand. Anschließend legst du dir die Warnweste an, die du in deinem Auto aufbewahrst. Mit ihr stellst du sicher, dass andere Verkehrsteilnehmer auf dich aufmerksam werden und dir selbst keine Gefahr droht. Stelle das Warndreieck in einer ausreichenden Entfernung auf, sodass die herannahenden Autofahrer die Unfallstelle sofort erkennen.
  2. Der nächste Schritt besteht darin, die Polizei zum Unfallort zu rufen. Diesen Schritt kannst du nur dann überspringen, wenn kein Personenschaden vorliegt und der Sachschaden nicht besonders groß ausgefallen ist. Wenn du aber auf Nummer sicher gehen möchtest, rufst du die Polizei bei jedem Unfall dazu.
  3. Danach musst du die Personalien mit den anderen Unfall-Parteien austauschen. Das ist wichtig für die Versicherung. Neben Name, Adresse und Wohnort ist auch die Versicherungsnummer des Unfallgegners von Bedeutung. Dasselbe gilt natürlich auch in die andere Richtung. Sind die Daten fehlerhaft oder nur lückenhaft aufgenommen, können Probleme bei der Abwicklung des Schadens auftreten. Auffahrunfall was tun
  4. Sollten sich Zeugen an der Unfallstelle befinden, bitte sie darum vor Ort zu bleiben, bis die Polizei eintrifft. Bei ihr können sie anschließend eine Aussage machen.
  5. Von Beschimpfungen oder Schuldzuweisungen solltest du am besten absehen. Es ist verständlich, wenn in einer solchen Situation die Emotionen hochkochen – nur leider hilft das niemandem weiter und kann im schlimmsten Fall zu einer Anzeige führen.
  6. Da sich ein Schuldeingeständnis als nachteilig für die Haftpflicht auswirken kann, solltest du auch darauf verzichten. Ein Unfall ereignet sich nicht immer so, wie er auf den ersten Blick erscheinen mag. Deshalb ist es besser, die Einschätzung des Gutachters abzuwarten. Er kann die vorliegende Situation aus einem neutralen und objektiven Blickwinkel betrachten.

Musst du nach einem Auffahrunfall immer die Polizei rufen?

Was du nach einem Auffahrunfall tun musst ist einfach: Die Polizei verständigen. Natürlich ist es nicht immer notwendig, die Unterstützung der Ordnungshüter anzufordern. Trotzdem ist dieser Schritt bei einem Unfall durch Auffahren sinnvoll. Schließlich handelt es sich dabei nicht um eine Bagatelle. Eine Ausnahme bilden dabei sehr geringe Blechschäden, die ganz ohne Personenschaden auskommen. In solchen Situationen kann es durchaus möglich sein, die Schadensabwicklung mit allen Beteiligten in Eigenregie abzuwickeln.

Stellt sich hingegen die Frage nach der Schuld, ist der Kontakt zu den Ordnungshütern eine absolute Notwendigkeit. Denn sollte die Schuldfrage nicht eindeutig zu beantworten sein, dann ist es ein Leichtes, dass die Situation eskaliert. Gerätst du in eine solche Situation, solltest du dich nicht lange mit der Frage „Auffahrunfall, was tun?“, aufhalten, sondern direkt Kontakt zu den Beamten herstellen. Das gilt vor allem dann, wenn du den Eindruck hast, dass der Unfallverursacher unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen steht.

Auffahrunfall, was tun bei einem hohen Sachschaden? Bei einem solchen Auffahrunfall ist zu tun, was auch bei einem Personenschaden unumgänglich ist: Du musst sofort die Polizei rufen. Dabei ist es wichtig, die vorliegende Sachlage am Telefon so detailliert wie möglich darzulegen. Weise auf die Dringlichkeit hin und bitte darum, dass schnell Hilfe eintrifft. Im Zweifelsfall sollte ein Rettungsfahrzeug die Polizisten begleiten.

Wichtig: Die Antwort auf die Frage, was du bei einem Auffahrunfall tun kannst, steht stets mit den drohenden Konsequenzen in Zusammenhang. Es handelt sich bei einem solchen Unfall um eine Ordnungswidrigkeit. Das bedeutet, sie wird nach dem aktuellen Bußgeldkatalog bewertet und geahndet, abhängig von der Schwere des Unfallgeschehens. Du musst also mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Das betrifft jedoch nur den Verursacher. Bist du selbst nur der Geschädigte, drohen dir im Falle von „Auffahrunfall, was tun?“, keine Konsequenzen.

Checkliste: Was du nach einem Auffahrunfall tun musst

Auffahrunfall, was nun? Ein solcher Unfall bedeutet vor allem eines: Stress. Besonders schlimm ist der Auffahrunfall auf der Autobahn, was nicht zuletzt an der hohen Geschwindigkeit liegt. Die ersten Schritte nach einem Auffahrunfall sind immer gleich, egal ob es sich um einen leichten oder schweren Unfall handelt. Es ist ähnlich wie bei einem Unfall im Ausland – du solltest versuchen, die wichtigsten Punkte direkt vorzunehmen. Der wichtigste Punkt: Nerven behalten und vor Ort bleiben. Fahrerflucht kommt keinesfalls infrage, auch nicht beim fremdes Auto fahren die Versicherung unklar ist.

Auffahrunfall was tun

1. Polizei kontaktieren

Falls du dich fragst: Auffahrunfall, was tun – ohne Polizei regeln? Dann ist das keine gute Idee. Es ist nicht immer einfach herauszufinden, wer die Schuld an einem Auffahrunfall trägt. Deshalb lässt sich die Frage „Auffahrunfall, was tun?“, ohne Polizei kaum klären. Sind die Gemüter erhitzt, benötigst du fachkundige Augen, die dich unterstützen und die Situation entschleunigen.

2. Den Schaden von einem Gutachter einschätzen lassen

Während die Frage „Auffahrunfall, was tun“ als Geschädigter ein heikles Thema ist, ist sie dennoch zentral. Kostentechnisch bietet dir deine eVB-Nummer einen gewissen Schutz, der dir auch beim Kfz-Versicherung wechseln erhalten bleibt. Dennoch kann das Thema zermürbend sein. Schaltest du an dieser Stelle einen unabhängigen Gutachter ein, kann er den vorliegenden Schaden unabhängig und objektiv einschätzen. Diese Objektivität ist ein unschätzbarer Vorteil. Sie kostet dich zwar ein wenig Geld, doch vertreten die Gutachter vonseiten der Versicherung die Interessen der Versicherungsgesellschaft. Deshalb ist es stets besser, einen eigenen Experten zur Hand zu haben. Bist du selbst ein Geschädigter, entstehen dir dadurch keine zusätzlichen Kosten.

3. Auffahrunfall, was tun: Schmerzensgeld oder Schadenersatz einfordern

Schmerzensgeld zu verlangen, steht dir rechtlich betrachtet dann zu, wenn du tatsächlich einen Schaden erlitten hast. Allerdings bezieht sich das Schmerzensgeld stets auf einen Personenschaden. Bei der Frage „Was tun bei leichtem Auffahrunfall“ geht es in der Regel eher um einen Schadensersatz. Mit diesem kannst du auch nach einem schweren Auffahrunfall rechnen. Die Schadensabwicklung übernimmt dabei im Normalfall die Gegenversicherung. Ist das nicht der Fall, solltest du unbedingt einen Fachanwalt kontaktieren. Um später die Möglichkeit zu haben, Schmerzensgeld einzufordern, solltest du dich soweit notwendig an einen Arzt wenden. Er nimmt die Verletzungen nach dem Unfall auf und dokumentiert sie, sodass du sie deiner Versicherung vorlegen kannst. Wichtig: Befindest du dich im Ausland ist die Situation nicht immer ganz so einfach. Auch hier solltest du direkt nach dem Unfall einen Arzt aufsuchen.

Wer zahlt den Schaden?

Die Frage „Auffahrunfall, was tun?“, geht Hand in Hand mit der Frage nach den Kosten. Als Fahrzeugeigentümer und berechtigter Fahrer bist du daran interessiert, dass deine Fahrerschutzversicherung die Kosten trägt und deine Schadenfreiheitsklassen nicht beeinträchtig werden. Die Kosten lässt sich deine Kfz-Teilkaskoversicherung von der Versicherung der Unfallgegner erstatten. Das bedeutet: Ist es ein selbstverschuldeter Unfall, kommt deine Kfz-Haftpflichtversicherung für die Kosten Dritter auf. Muss dein Auto wegen deinem Unfallgegner repariert werden, geht deine Kfz-Vollkaskoversicherung in Leistung. Deshalb spielt der Vorgang des Unfalls eine zentrale Rolle. Wie genau die Kostenverteilung ausfällt, hängt auch von der Teilschuld ab und kann deshalb unter Umständen Auswirkung auf die Schadenfreiheitsklassen des Fahrzeughalters haben.

Der zentrale Punkt für die Versicherung ist im Falle „Auffahrunfall, was tun?“, also die Schuldverteilung. Diese kann man hin und wieder durch die Beobachtung von Beteiligten und Zeugen feststellen. Sollte der Verursacher nicht zu ermitteln sein, geht die Versicherung gelegentlich von einer 50:50-Verteilung aus. Das bedeutet, du selbst trägst die Hälfte der Schuld und damit die Hälfte der Kosten. Ergänzt du deinen Versicherungsschutz um eine Vollkaskoversicherung, bist du auch vor den restlichen 50 Prozent geschützt.

Vor allem bei einem Unfall im Ausland ist die Frage „Auffahrunfall, was tun?“ nicht immer einfach zu beantworten. Natürlich hast du eine Versicherung über deine EVB Nummer abgeschlossen. Doch was passiert, wenn ein Unfallverursacher den Schaden nicht meldet? Oder wenn Fahrerflucht im Spiel ist? Selbst ein fremdes Auto zu fahren, wenn die Versicherung unklar ist, kann dich in eine prekäre Lage bringen.

Du willst die optimale Erstattung?

Auffahrunfall was tunAuffahrunfall, was tun? Es gibt kaum einen Fahrzeugeigentümer, der nicht irgendwann vor dieser Frage steht. Als berechtigter Fahrer hast du den gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungsschutz: deine Kfz-Haftpflichtversicherung. Allerdings hilft diese Fahrerschutzversicherung dem Fahrzeughalter nur dabei, für die verursachten Schäden aufzukommen. War es ein selbstverschuldeter Unfall, benötigst du die Hilfe deiner Kfz-Teilkaskoversicherung oder der Kfz-Vollkaskoversicherung.

Obwohl dich deine Kaskoversicherung vor unterschiedlichen Vorkommnissen im Straßenverkehr schützt, ist die Erstattung nicht immer optimal. Außerdem kommt es häufig vor, dass der Unfallverursacher den Schaden nicht meldet.

Ob selbstverschuldeter Unfall oder nicht: Die optimale Erstattung erhältst du fast immer dann, wenn du einen Fachanwalt für Verkehrsrecht auf deiner Seite hast. Er unterstützt dich dabei, die tatsächlichen Kosten von deiner Kaskoversicherung erstattet zu bekommen. Der Experte berät dich bei der Frage „Auffahrunfall, was nun?“, und bietet dir einen umfassenden Rechtsbeistand. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Schäden am Fahrzeug gut dokumentiert sind und du den Schaden umgehend deiner Kfz-Versicherung meldest.

Deine Kfz Versicherung zu wechseln ist wegen der Frage „Auffahrunfall, was tun?“, nicht notwendig. Allerdings kann es sinnvoll sein, die enthaltenen Leistungen eines genaueren Blickes zu unterziehen. Falls dir die Deckungssumme oder der Leistungsumfang zu niedrig erscheinen, kann es sinnvoll sein, sich für einen anderen Tarif zu entscheiden. So bist du in der Situation „Auffahrunfall, was tun?“, hinreichen geschützt und kannst bedenkenlos am Straßenverkehr teilnehmen.

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